Überlegenheit nicht ausgenutzt
Geschrieben von Presse   
Montag, 18. Mai 2009

StuSta München: 2 Versuche 50 und 78 Minute=
RCMainz: 1 Versuch Philip Herman (25 Minute), 1 Dropkick Nicolas Pairet (40 Minute)

Mit Verspätung kamen die Mainzer in München an, da sich auf der A3 ein Stau gebildet hatte. Das Spiel begann also um 15:45 satt 15:00 und der R.C. Mainz mußte wieder eine Absage beruflicher Natur verkraften (Buda Razvan), so dass die 1. Reihe umgekrempelt werden mußte. Nichts desto trotz, die erste Halbzeit war eine Mainzer Halbzeit und wie so oft in der Saison vergaßen die Mainzer die Punkte zu erzielen. Ob aus Gassen oder Gedränge die Bälle flogen durch die 3/4 Reihe ohne hinter der Mallinie zu landen. Nur durch einen Handlingsfehler der Münchener, nahm Hermann dankend den Ball entgegen und drückte ihn hinter der Mallinie ab. Erhöhung nicht gelungen: 5-0 für den RCM.
Und so verlief die 1.HZ weiter. Mit einem aus 40 Meter geglückten und sehenswerten Dropkick brachte Nico Pairet die Mainzer in der 1. HZ mit 8-0 nach vorne.
Die Mainzer spielten wieder gut, dizipliniert, nach vorne marschierend, nur die Punkte blieben auf der Strecke durch Handlingsfehler, falsche Optionen und ebenso einer guten gegnerischen Verteidigung.
 

Zu Beginn der 2. HZ machten die Münchener Studenten viel  Druck und jetzt flogen die Bälle durch ihre 3/4 Reihe, wobei sich die Mainzer einige Male nur mit viel Glück und ebenso Verstand retten konnten. Und dann passierte es doch, ein schneller Angriff über die 3/4 Reihe der Münchener endete endlich hinter der Mainzer Mallinie, keine Erhöhung: 8-5 für Mainz.
Die Mainzer dominierten mit zunehmender Spieldauer im Gedränge und eroberten sehr viele Bälle. Aus diesem Ballmonopol sprang leider nichts heraus: entweder Handlingsfehler (die 3/4 Reihe stand zu flach), oder mißlungene Kicks, die den Gegner nicht in große Gefahr bringen konnten. Und dann passierte eine spielentscheidende Szene: Nico Pairet fing einen Kick aus der Mitellinie, schlängete sich durch die Münchener Abwehr, fixierte gekonnt den letzten gegnerischen Spieler, passte ruhig zu seinem Außendreiviertel, der hinter der Mallinie anlief....nur den Ball hatte er vergessen! Gedränge, die Mainzer waren geschockt, denn es blieben nur noch 2 bis 3 Minuten zu spielen. Den Ball im Gedränge gewannen die Münchner (es war ganz selten in der 2. HZ), sie öffneten zu ihrer 3/4 Reihe, und eine wie aus dem Rugby-Lehrbuch geführte und einstudierte Kombination endete endlich unter dem Jubel der Münchener Fans hinter der Mainzer Mallinie. Keine Erhöhung: 10-8 für StuSta München.
 
Wie konnte der RC Mainz dieses Spiel verlieren? War es die Sicherheit, dass man nicht mehr absteigen konnte? Oder war es einfach Pech?
Nein, sagte entschlossen Trainer Scappini, Pech war es nicht. In der Rückrunde haben wir solche Situation mehrmals erlebt. Zu einem hat dies mit der langen Verletzenliste,  zum anderen mit " unerklärlichen aber bekannten" Konzentrationsfehlern zu tun. Wir haben viel zu wenig aus unserer Überlegenheit im Gedränge gemacht. 2 Gedränge vor deren Mallinie und anstatt mit dem Sturm den Ball über die Mallinie zu drücken, wird der Ball in die 3/4 Reihe gespielt...
Dennoch haben wir unser Ziel erreicht, wir werden nächste Saison wieder in der 2. Liga-Süd mitmischen, und ebenfalls alles daran setzen um diese Schwäche abzustellen.
 
1-Sebastian Löber, 2-Jörg Barthel (16- Pascal Weinland), 3-Ulas Yildiz, 4-Kai Pastein, 5-Paul Krüger (8-Philip Hermann), 6-Sebastian Brehmer, 7-Nils Radtke, 8-Philip Hermann ( 17-Leonard Bendix)
9- Xavier Roussin, 10-Bruno Pairet (Kap.)
11-Julien Heinrich, 12-Jonas Jung, 13- Jonathan Neuhoff, 14-Clemens Wahle, 15-Nico Pairet
Nicht eingesetzt: 21-Daniel schauf, 22-Nino Haase